#Leistungsvergleiche
Vergleichswettbewerbe in der Ortsfeuerwehr Bienrode
Die Ortsfeuerwehr Bienrode nimmt und nahm in der Vergangenheit aktiv an verschiedensten Feuerwehrwettbewerben teil, darunter der Leistungsvergleich am Tag der Feuerwehr, der internationale CTIF-Wettbewerb, der Wahler Feuerwehrmarsch und der Gerhard-Borchers-Gedächtnispokal.
Diese Wettkämpfe bieten Gelegenheit, das Können unter Beweis zu stellen und den Teamgeist zu stärken.
CTIF

Der CTIF-Wettbewerb der Feuerwehr ist ein internationaler Wettbewerb, der von der Internationalen Feuerwehrorganisation CTIF organisiert wird. Dabei treten Feuerwehrteams aus verschiedenen Ländern in Disziplinen an, die ihre Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Teamarbeit auf die Probe stellen. Der Wettbewerb umfasst unter anderem einen Hindernislauf, bei dem im Rahmen eines Staffellaufes eine Hürde überwunden und eine Röhre durchkrochen wird, und einen Löschangriff, welcher möglichst schnell aufgebaut werden muss.
Geschwindigkeit und Präzision entscheiden schließlich über die Platzierung. Ziel des CTIF-Wettbewerbs ist es, die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Feuerwehren weltweit zu fördern und gleichzeitig den Ausbildungsstand der teilnehmenden Teams zu überprüfen und zu verbessern. Die Ortsfeuerwehr Bienrode nahm in den Jahren 2005 bis 2010 jährlich an mehreren CTIF-Wettbewerben teil.
Der größte gemeinsame Erfolg war sicherlich der Platz 6 in der bundesweiten Leistungstabelle im Jahr 2009. Darüber hinaus konnten einzelne Teilnehmer der Ortsfeuerwehr Bienrode aufgrund einer guten Gruppenleistung die Bundesleistungsabzeichen in Silber und Bronze des Deutschen Feuerwehr Verbrandes, die Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber und Bronze des Bundeslandes Rheinland Pfalz und die Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber und Bronze des Landes Luxemburg erringen.
Leistungsvergleich

Der Leistungsvergleich der Feuerwehren in Niedersachsen ist ein jährlicher Wettbewerb, bei dem Feuerwehrteams aus ganz Braunschweig ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. In verschiedenen Modulen, wie dem Vortragen eines Löschangriffs, das möglichst präzise Befahren eines Parcours mit Löschfahrzeugen auf Zeit oder das Herstellen einer Wasserversorgung aus einem offenen Gewässer, messen sich die Teams in Schnelligkeit und Teamarbeit. Der Leistungsvergleich dient nicht nur der
Überprüfung des Ausbildungsstands, sondern auch dem Austausch zwischen den Braunschweiger Feuerwehren. Die besten zwei Teams qualifizieren sich dann für weiterführende Wettbewerbe.
Gerhard-Borchers-Gedächtnis-Pokal

Der Wettbewerb wurde zu Ehren und in Andenken an den zu früh verstorbenen Bienroder Feuerwehrkameraden Gerhard Borchers ins Leben gerufen. Er war nicht nur mit Leib und Seele Feuerwehrmann aus Bienrode (Ortsbrandmeister 1957-1975), sondern darüber hinaus seit 1975 bis zu seinem Tod der erste Stadtbrandmeister der Stadt Braunschweig.
Beim Gerhard-Borchers-Pokal handelt es sich um einen Traditionswettbewerb der sechs Ortsfeuerwehren des ehemaligen Löschbezirk 2 (Harxbüttel, Thune, Wenden, Bienrode, Waggum und Bevenrode). Jedes Jahr übernimmt eine dieser Wehren wechselweise die Ausrichtung des Wettbewerbs, welcher auch Eimerwettkämpfe genannt wird.
Bei der Siegerehrung wird zum einen die beste Gruppe geehrt und zum anderen der Alterspokal an die Gruppe mit dem höchsten Altersdurchschnitt vergeben.
Aufgebaut ist der Wettbewerb für die Teilnahme einer Löschgruppe (Stärke 1:8 – 1 Gruppenführer und 8 Gruppenmitglieder), welche auf Zeit einen fiktiven Brand an der Kanisterlinie mit drei Trupps, bzw. Strahlrohren, löschen muss (Ziel ist es, am Ende drei Kanister mit Wasser abzuspritzen).

Gestartet wird nach dem Einsatzbefehlvom Gruppenführer an die Mannschaft. Während der Angriffstrupp an einer fiktiven Straße die Verkehrssicherung aufbaut und Schlauchbrücken plaziert, beginnen Wassertrupp sowie Schlauchtrupp gemeinsam mit dem Maschinisten der Feuerlöschpumpe (eine Tragkraftspritze – TS) die Wasserentnahme aufzubauen.
Für die Wasserentnahme müssen vier Saugschläuche mit dem Saugkorb verbunden, Leinen angelegt und Knoten gemacht werden, bevor die Saugleitung zu Wasser gelassen wird und der Maschinist ansaugen kann.
Noch nicht erwähnt wurde der Melder, dieser verlegt die Schlauchleitung (20m B-Schlauch) zwischen Pumpe und dem Verteiler über die fiktive Straße.

Nachdem die drei Trupps ihre ersten Aufgaben erledigt haben, müssen weiterhin auf Schnelligkeit, ihre jeweiligen Schlauchleitungen (je zwei C-Schläuche) verlegt und der Löschangriff beendet werden.
Alles beschriebene dauert vom Einsatzbefehl bis zum „Abspritzen“ des letzten Ziels meist nur knapp über eine Minute!
Wahler Feuerwehrmarsch
Der Wahler Feuerwehrmarsch war eine traditionsreiche Veranstaltung, die von der Freiwilligen Feuerwehr im Ort Wahle organisiert wurde. Dabei handelte es sich um einen Orientierungsmarsch, bei dem Feuerwehrteams aus der Region an verschiedenen Stationen unterschiedliche Aufgaben bewältigen mussten. Diese Aufgaben konnten sowohl feuerwehrtechnische Herausforderungen als auch allgemeine Geschicklichkeits- und Teamübungen umfassen.
Der Marsch führte die Teilnehmer auf einer festgelegten Route durch die Umgebung von Wahle und an jeder Station wurden Punkte für die erfolgreiche Erfüllung der Aufgaben vergeben. Der Wahler Feuerwehrmarsch förderte nicht nur den sportlichen Ehrgeiz und die Kameradschaft unter den teilnehmenden Feuerwehren, sondern bot auch eine Gelegenheit zum Austausch und zur Stärkung der Gemeinschaft.
Am Ende der Veranstaltung wurden die besten Teams ausgezeichnet und der Marsch endete oft mit einem geselligen Beisammensein, bei dem die Teilnehmer ihre Erlebnisse und Erfahrungen des Tages teilen konnten. Der Wahler Feuerwehrmarsch war somit ein fester Bestandteil des Feuerwehrlebens in der Region und erfreute sich großer Beliebtheit.
